Ein sechsgeschossiger Wohnblock nahe der Erft, direkt auf der Niederterrasse. Der Bauherr wunderte sich, warum wir beim ersten Vorgespräch sofort auf die Rammkernsondierung mit SPT drängten. Die Antwort liegt im Untergrund: In Neuss wechseln sich quartäre Kiese der Rheinhauptterrasse mit weichen holozänen Aueablagerungen ab – oft auf kürzester Distanz. Was auf dem Stadtplan homogen wirkt, ist geotechnisch ein Flickenteppich. Wir führen den Standard Penetration Test seit Jahren in solchen Übergangszonen durch, zuletzt in Uedesheim, wo bereits in 3,50 Meter Tiefe tragfähiger Kies anstand, während 400 Meter weiter nördlich noch bei 8 Metern bindige Schichten dominierten. Begleitend setzen wir bei solchen heterogenen Profilen den CPT-Versuch ein, um einen lückenlosen Schichtenverlauf zu erhalten, bevor wir mit der SPT-Bohrung die gestörten Proben ziehen.
In den Terrassenablagerungen von Neuss erreichen wir oft schon ab 4 Metern Tiefe Schlagzahlen über 30 – entscheidend für die Wahl des Gründungshorizonts.



