Die Niederterrasse des Rheins prägt den Untergrund von Neuss mit einer Wechselfolge aus sandigen Kiesen und schluffigen Auelehmen, deren Durchlässigkeit oft auf wenige Dezimeter hin stark schwankt. Wer hier eine Versickerungsanlage plant oder eine Baugrube trockenhalten muss, braucht belastbare Kennwerte direkt aus dem anstehenden Boden, nicht nur Schätzwerte aus der Korngrößenanalyse. Ein Felddurchlässigkeitsversuch nach Lefranc oder Lugeon liefert diese gebirgsspezifische Durchlässigkeit in situ, und zwar genau in der Tiefe, die für das Bauvorhaben relevant ist. Das ist entscheidend, weil die hydraulische Leitfähigkeit eines Rheinschotters sich im eingebauten Zustand fundamental von einer Laborkurve unterscheiden kann.
Ein in-situ gemessener kf-Wert eines Rheinschotters kann das Zehnfache des Laborwerts betragen – die Porenstruktur des Gebirges entscheidet.



