An der Hafenkante im Neusser Rheinbogen wurde ein achtgeschossiges Bürogebäude geplant, der Aushub reichte knapp fünf Meter unter das Niveau der angrenzenden Kaimauer. Schon die erste Ortsbegehung zeigte: Die Böschung hält nur, wenn der Porenwasserdruck im Sand-Kies-Wechsel kontrolliert wird. In Neuss treffen Terrassenkanten der Mittelterrasse auf Auenlehm und fluviatile Sande – wer hier ohne CPT-Versuch eine Böschungsstabilitätsanalyse ansetzt, übersieht schnell die entscheidenden Wechsellagerungen. Unser Team führt die Standsicherheitsnachweise für permanente und temporäre Böschungen nach Eurocode 7, ergänzt durch lokale Erfahrung mit den hydrogeologischen Verhältnissen zwischen Rhein, Erft und Nordkanal.
Eine Böschung in der Neusser Mittelterrasse steht nicht allein durch Kohäsion – entscheidend ist der Nachweis gegen hydraulischen Grundbruch bei Rheinhochwasser.



