Wenn die Hochdruckpumpe auf der Neusser Baustelle anspringt und das Injektionsgut mit über 40 bar in den Porenraum presst, muss vorher jede Düse berechnet sein. Die Injektionsbemessung legt fest: Austrittsgeschwindigkeit, wirksamer Radius, erforderliches Volumen. In Neuss haben wir es meist mit quartären Kiesen und Sanden der Niederterrasse zu tun – durchlässig, aber oft mit Linsen aus Schluff oder Auelehm durchsetzt. Eine pauschale Annahme zum Porenvolumen funktioniert hier nicht. Wir rechnen mit selektiven Bohrlochinjektionen, abgestuft nach den Schichten, die der CPT-Versuch in den Vorbohrungen identifiziert hat. Erst wenn Porendruck, Durchflussrate und Abbindeverhalten im Labor geprüft sind, geben wir den Mischplan für die Baustelle frei. Das spart Material und verhindert Havarien durch unkontrollierte Hebungen im laufenden Stadtverkehr.
Die beste Injektion ist die, deren Radius vorher berechnet wurde – sonst bezahlen Sie Beton, der im Boden verschwindet.



