Die Anwendung der seismischen Tomographie in Neuss folgt den Vorgaben des Eurocode 7 (DIN EN 1997-2:2010-10) für geotechnische Erkundungen, ergänzt durch die Empfehlungen des Arbeitskreises Baugrunddynamik. Im Stadtgebiet mit seinen quartären Lockersedimenten, insbesondere den mäandrierenden Rinnenfüllungen eines verlandeten Rheinarmes, liefert das Verfahren eine durchgehende Abbildung des Untergrundes. Während der Sondierungen mit der CPT-Sonde punktuelle Tiefeninformationen generieren, deckt die Tomographie flächenhaft Inhomogenitäten auf, die für die Gründung von Bauwerken im Rhein-Kreis Neuss entscheidend sind. Die Kombination aus Refraktions- und Reflexionsseismik erlaubt es dem auswertenden Ingenieur, sowohl flach liegende als auch tiefer reichende Grenzflächen sicher zu identifizieren.
Die seismische Tomographie wandelt Laufzeitdaten in ein belastbares Kompressionswellenmodell um – für Neusser Baugrundgutachten der entscheidende Schritt zur Homogenbereichsbildung.



